にほん の ブログ

24.09.2009 um 14:53 Uhr

Exportweltmeister Deutschland

こにしわ!

Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber dafür ist seit dem letzten Mal um so mehr passiert...

Das Wichtigste zuerst: Ich war in einer Karaoke-Bar! Verblüffenderweise gab es auch ein Telefonbuch voll englischer Lieder, das wir 2 Stunden lang mit all-you-can-drink-Tarif rauf und runter gesungen haben (wunderbare Perlen der Musikgeschichte wie "Wild Thing", "Hardrock-Hallelujah" und "Barbie Girl"...) Das schönste Lied des Abends war allerdings eines der drei vorhandenen deutschen Musikstücke (die übrigens unter der Rubrik "amerikanische Musik" laufen). Ich hatte die Wahl zwischen Nena (99 Luftballons) und "Mokau" sowie "Dschingis Khan" von (Zitat:) "Ghenghis Khahn". Ich tat also das, was jeder in meiner Situation getan hätte und habe einem Bündel Schweden, Australiern, Amerikanern, Koreanern, Italienern und Spaniern "Moskau" beigebracht.

Karaoke in Kyoto!


Diese wunderbare Liedauswahl der Karaoke-Bar hat mich allerdings nachdenklich gemacht, warum ausgerechnet diese Prachtexemplare deutscher Musikgeschichte es nach Japan geschafft haben (nicht, dass ich die Qualität dieser in Frage stellen würde...jedenfalls nicht direkt...). Auf jeden Fall habe ich mal Ausschau gehalten nach weiteren deutschen Importen um herauszufinden, wie die Japaner uns Deutsche so sehen.

Da wären zunächst einmal Wörter, die aus dem deutschen stammen. Zum einen haben wir, ziemlich offensichtlich, ビール (gesprochen: biiru) also Bier, was nicht weiter verwunderlich ist. Das zweite deutsche Wort, was sich in der japanischen Sprache verankert hat, ist  jedoch アルバイツ (gesprochen: arubaitu). Dieses Wort stammt vom deutschen Wort "Arbeit" ab, wird aber im Japanischen als "Nebenjob" benutzt. Vom sprachlichen her sind wir also arbeitende Biertrinker oder biertrinkende Arbeiter (ich schätze das hängt von der Person ab).

So weit so gut. Am Montag war ich dann mit ein paar Leuten aus meinem Wohnheim in Osaka (tolle Stadt, groß, laut, hell, überfüllt und überfordernd, aber toll!). Dort habe ich auf jeden Fall noch einige deutsche Fundstücke auftreiben können. Viele Bars tragen deutsche Namen. dabei handelt es sich entweder um Bierkneipen oder um Nachtclubs. Was für Schlüsse man daraus ziehen kann, bleibt jedem selbst überlassen.

 

eine Stripbar in OsakaBierkneipe in OsakaStrip-Bar in Osaka

Zu guter Letzt habe ich am Dienstag dann den ganzen Hintergrund erfahren, als mir eine japanische Studentin sagte, dass sich die deutsche Sprache einfach schön anhöre, und deshalb vieles in deutsch geschrieben werden würde. Das würde zumindest so manche interessanten T-shirt-Aufdrucke (in Japan gekauft) erklären... Tori im deutschen T-shirt

Naja, das war es diesmal von mir, mit einem etwas wirren Beitrag, alles in allem habe ich noch nicht genug gesehen und verstanden um das Bild der Deutschen in Japan erklären zu können, aber ich hoffe mal, dass es etwas mehr ist als ein arbeitsamer, biertrinkender Kosake mit gesunder Libido.

P.S.: Dieses Foto vom Earthquake-Simulator wollte ich euch nicht vorenthalten. Was man auf dem Bild nicht sieht, ist, dass der ganze Boden wie bei einem Erdbeben der Stärke 7 gewackelt hat...gruselig.

Earthquake-Simulator

P.P.S.: Hier noch ein kleines Suchbild aus Osaka. Irgendwo versteckt sich ein Schwede, wer ihn als erstes findet, hat gewonnen...

 

Downtown-Osaka

Viele Grüße!

アンネ